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Welche Wasserwerte brauchen meine Garnelen?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Es kommt auf die jeweilige Garnlenart an.

Generell sind es die Neocaridina-Arten, die das eher harte Wasser bevorzugen. Dies sind zB. Red Fire Garnelen, Blue Dream Garnelen, White Pearl Garnelen, Yellow/Orange Fire Garnelen, Black Sakura Garnelen, Rili Garnelen. Diese Arten verzeihen auch so manchen Haltungsfehler. Man kann diese Arten aber auch sehr gut in weichem Wasser halten.

Caridina-Arten wie zB die Red Bee´s (rote Bienengarnelen) sind da nicht so pflegeleicht und benötigen sogenanntes Osmosewasser (ähnlich dem destillierten Wasser) welches nach den individuellen Ansprüchen der jeweiligen Garnelen noch mit Spezialsalz aufgehärtet werden muss.

Wenn du zB Red Bee´s halten möchtest, dann musst du dir das Osmosewasser entweder im Aquaristik-Shop kaufen oder du besorgst dir eine Umkehrosmoseanlage. Mit dieser kannst du dir dein Osmosewasser selber herstellen und mit einem passenden Spezialsalz aufhärten. Ein lästiges Schleppen in den Kanistern bleibt dann aus.

Beachte aber, dass du mit einer Umkehrosmoseanlage aus einem Liter Leitungswasser nur ca. 1/4 Liter Osmosewasser herstellen kannst. Der Rest (3/4 Liter) sind Abwasser...

Red Fire Garnele:

ph-Wert: 6,0-8,0

Gesamthärte bis 20° dgH

Karbonarthärte bis zu 18° dgH

Yellow Fire Garnele:

ph-Wert: 6,0-8,0

Gesamthärte bis zu 16 dgH°

Karbonarthärte bis zu 12° dgH°

White Pearl Garnele:

ph-Wert: 6,0-8,0

Gesamthärte: bis zu 20 dgH°

Karbonarthärte: bis zu 15° dgH

Blue Pearl Garnele:

ph-Wert: 6,0-8,0

Gesamthärte: bis zu 16 dgH°

Karbonathärte: bis zu 12° dgH

Sakura Garnele:

ph-Wert: 6,0-8,0

Gesamthärte: bis zu 16 dgH°

Karbonarthärte: bis zu 12° dgH

Caridina Art Red Bee Garnele:

ph-Wert: 6,0-8,0

Gesamthärte: zwischen 5 und 7 dgH°

Karbonathärte: 0° dgH

Bei der Red Bee Garnele ist eine GH von über 5 wichtig, da es sonst durch einen Mineralstoffmangel zu Problemen bei der Häutung kommen kann.

Optimum ist eine KH von 0, das regt die Vermehrung an und verhindert Pausen in der Vermehrung.

Kein pH-Wert unter 6

Versuche eine pH-Wert von unter 6 zu vermeiden, da es dieser den Nitrifikations-Bakterien sehr beschwerlich macht, sich im Aquariumwasser zu entwickeln. Somit würde der Nitrifikationsprozess gar nicht in Schwung kommen und du müsstest dein Becken elends lange einlaufen lassen. Hier könnten sich unter Umständen sogar giftige Substanzen bilden und das wollen wir nicht.

Zum Testen der Wasserwerte gibt es sehr gute und preiswerte Testkoffer zur Wasseranalytik zB von Sera:

Solltest du dich für eine eigene Osmoseanlage entscheiden, hier ist meine, mit der ich sehr zufrieden bin.

Die Osmose Professional 190 von Dennerle. Etwas kleiner dann noch die Osmose Professional 130 ebenfalls von Dennerle. Mehr zur Osmose-Anlage gibt´s hier.

Die Keimdichte im Garnelenaquarium

Die Wasserqualität in einem Garnelenaquarium ist maßgebend dafür, ob du mit den Garnelen zukünftig deine Freude hast und ob eine gute Vermehrung gelingt.

Ein wenig Arbeit ist jedenfalls im Sinne einer guten Aquariumpflege notwendig.

Da wir in einem Aquarium auf einen automatischen Wasserwechsel, wie er zB in einem Fließgewässer vorhanden ist, lange warten können, müssen wir diesen selber durchführen, um die Wasserqualität stabil zu halten.

Dies hat insbesondere den Sinn, um die Keimdichte im Aquarium eher gering zu halten. Keime sind grundsätzlich etwas natürliches, sollten diese aber im Garnelenaquarium überhand nehmen, dann hat das auf die Gesundheit der Garnelen negative Auswirkungen.

Gründe für eine zu hohe Keimdichte im Garnelenaquarium können übermäßige Fütterung (faulendes Futter), eine Überbesatz und dadurch übermäßige Ausscheidungen im Becken.

Oder eben ein zu geringer Wasseraustausch, sprich Teilwasserwechsel.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass regelmäßige Teilwasserwechsel von ca. 20-30 Prozent pro Woche einer Überbelastung durch Keime ausreichend entgegenwirken. Auch eine gelegentliche Reinigung des Filters ist anzuraten.

Anmerken möchte ich noch, dass kleine Schwebepartikel im Aquarium keinen sofortigen Wasserwechsel auslösen müssen. Diese sind ganz normal und dienen den Garnelen oftmals als Futter.

Sogenannte UV-Klärer können die Keimdichte im Aquarium ebenfalls reduzieren. Diesbezüglich darf ich auf den Artikel UV-Klärer verweisen.