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Das Mini-Aquarium für Garnelen

 

Hier bekommst du eine kleine, einfache Anleitung für die grundlegendste Einrichtung eines Mini-Aquariums für Garnelen, welche ich teilweise auch heute noch in dieser Art verwende.

Rechts siehst du das fertige Mini-Aquarium beim Einlaufen.

Unterbei habe ich dir die Produkt-Links zu Amazon aufgelistet, da es hier erfahrungsgemäß am Günstigsten ist. Einfach auf die Bilder klicken. Du kannst dir sämtliche Teile natürlich auch im Fachgeschäft besorgen. Eine Zeitschaltuhr, Java-Moos und evtl. Mooskugeln nicht vergessen...

Das Mini-Aquarium einrichten und einfahren

Das neue Mini-Aquarium ist auf dem vorgesehenen Platz gestellt und du darfst nun mit dem Einrichten anfangen.

In ein paar Schritten werde ich dir einfach erklären, wie du das am Besten machst.

Punkt 1)

Ich verwende in meinen Garnelenaquarien keinen Nährboden, lediglich Kies. Solltest du einen Nährboden einbringen wollen, dann ist dies der erste Schritt. Du bringst diesen gleichmäßig, ca. 2cm auf dem Aquariumboden auf, lediglich am vorderen Aquariumboden lässt du über die gesamte Breite ca. 3cm frei, damit dieser aus der Vorderansicht nicht sichtbar ist. Dieser Nährboden versorgt die in weiterer Folge eingesetzten Pflanzen mit Nährstoffen. Wie gesagt, nachdem ich in meinen Mini-Aquarien ausschließlich Moose und Mooskugeln einsetze, verwende ich keinen Nährboden.

Punkt 2)

Nun wird mit ca. 2 bis 5cm der Bodenkies im Mini-Aquarium eingebracht. Auf diesem kannst du nun weitere Einrichtungsgegenstände wie Wurzeln, Ziegelsteine, Steine, andere Dekogegenstände einsetzen. Beachte, dass du diese Einrichtung so platzierst, dass du deine Garnelen noch gut beobachten kannst und bei Bedarf auch fangen kannst. (ohne mit dem Netz überall hängen zu bleiben...) Auch solltest du nicht zuviel einrichten, weniger ist hier oft mehr.

Punkt 3)

Nun den Filter anbringen (wenn dieser nicht schon fix im Mini-Aquarium angebracht ist), am Besten in eines der beiden hinteren Ecken, wo dieser optisch am wenigsten stört. Auch den Heizstab anbringen, sollte einer von Nöten sein. (ebenfalls an der Rückwand)

 

Punkt 4)

Nun kannst du damit beginnen, Wasser ins Mini-Aquarium einzufüllen. Aber vorerst nur ca. 1/3 bis 1/2. Das richtige Wasser für die richtigen Garnelen. (Osmose oder Leitungswasser)

Immer kaltes Wasser zum Befüllen nehmen, kein Warmes. Hier können aus dem Warmwasserboiler evtl. Stoffe miteingebracht werden, die den Garnelen in weiterer Folge schaden können.

Punkt 5)

Jetzt die Pflanzen, Moose, Mooskugeln an den dafür vorgesehenen Stellen einsetzen. Nicht vergessen, die Pflanzen müssen vor dem Einsetzen gut gewässert werden (Stichwort Düngemittel und Biozidbelastung).

Zum Einsetzen der Pflanzen eignet sich eine lange Aquariumpinzette, mit welcher du die Pflanzen in den Boden (Bodengrund) eindrücken kannst. Faustregel: Große Pflanzen, oder solche die es werden eher in den Hintergrund, kleinbleibende Pflanzen in den Vordergrund.

Punkt 6)

Nun das Mini-Aquarium vollständig mit Wasser auffüllen, den Filter, das Licht, die evtl. vorhandene Luftpumpe und Heizung einschalten. Einen Wasseraufbereiter und evtl. einen Filterstarter mit nützlichen Bakterien hinzugeben. Mit einem solchen Filterstarter kannst du die Ansiedlung der nun gewünschten Bakterien beschleunigen.

Punkt 7)

Einer der wichtigsten Punkte ist jetzt das Abwarten. Lieber später als zu Früh die Garnelen einsetzen. Das Becken muss nun mind. 2 Wochen, besser 3-4 Wochen einlaufen. Lass sich das noch tote Wasser im Mini-Aquarium in lebendiges Wasser verwandeln, deine Garnelen werden es dir danken. Siehe nächster Punkt Nitrifikation. 

Nitrifikation im Garnelenaquarium

Das Aquariumwasser im Mini-Aquarium wird durch verschiedene Bakterien gereinigt. Diese müssen sich aber vorab im neu eingelassenen Becken erst bilden, damit schlussendlich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen herrscht. Dafür wird etwas Zeit benötigt. Zwischen 2 - 4 Wochen sollte vor dem Erstbesatz mit Garnelen abgewartet werden. Ich lasse immer mind. 4 Wochen vergehen... sicherheitshalber.

 

Die Reinigung erfolgt somit durch diese Bakterien, welche die Schadstoffe in unbedenkliche Stoffe umwandeln. Diesen Vorgang nennt man Nitrifikation.

Bakterien namens Nitrosomonas wandeln Ammonium und Ammoniak zu Nitrit um und Bakterien namens  Nitrobacter dieses dann wiederum zu unbedenklichem Nitrat.

Beide Bakteriengattungen (Nitrosomas und Nitrobacter) benötigen für ihre Arbeit ausreichend Sauerstoff.

Die Nitrobacter arbeiten im  Vergleich zu den Nitrosomonas aber etwas langsamer. Deshalb kann es im Aquarium anfänglich zu einem sogenannten Nitrit-Peak (starker Anstieg von Nitrit) kommen.

Diesen Nitrit-Peak gilt es nun abzuwarten. Nach 2 - besser 4 Wochen sollte dieser passiert sein und es ist für die Garnelen nun nicht mehr gefährlich.

Das am Ende der Nitrifikation entstandene Nitrat wird durch den regelmäßigen Wasserwechsel im
Mini-Aquarium bzw. durch Pflanzen im Aquarium reduziert. Es wird aber auch durch die im Mini-Aquarium befindlichen Bakterien abgebaut.

Buchtipp:

Es gibt wohl heutzutage kaum einen Aquarianer, der noch nichts von einem Nano-Aquarium gehört hat – und viele nennen mittlerweile mindestens eines zu Hause ihr Eigentum. Dieses Buch bietet leicht verständlich und praxisnah alle Informationen, die Sie für die Einrichtung und die erfolgreiche Pflege eines solchen Mirkokosmos benötigen. Auch wenn es sich beim Nano-Aquarium um eine sehr kleine Welt handelt, ist die Artenvielfalt der dafür geeigneten Lebewesen doch sehr groß. Sie finden hier darum alles Wissenswerte rund um Minifische, Garnelen und Wasserpflanzen für das Nano-Becken. Zahlreiche Einrichtungsbeispiele regen Ihre Fantasie an und liefern Ideen, wie ein Mini-Aquarium zu Ihrem persönlichen Schmuckstück werden kann.

Der richtige Filter für ein Garnelenbecken

Am Markt werden eine Vielzahl an Aquarien-Filter angeboten. Welcher von diesen empfiehlt sich nun für eine Garnelenaquarium? Innenfilter, Außenfilter, Schwammfilter oder vielleicht der Bodenfilter?

Eine gute Filtrierung des Garnelenaquariums ist sehr wichtig, da den Garnelen ansonsten der sichere Tod winkt. Aber auch der Aquariumfilter selbst kann für unsere Garnelen eine Todesfalle sein. Insbesondere für unseren sehr kleinen Garnelennachwuchs. Diese können und werden unter Umständen durch die Wasserströmung in den Filter hineingezogen und dort schlechtesten Falls zerstückelt.

Wenn Du im Onlinehandel eine Aquarium-Komplett-Set kaufst, welches als Garnelenaquarium ausgewiesen ist, dann kannst du guter Dinge sein, dass auch der dazugehörige Filter Garnelen-tötungs-sicher ist.

Wenn du bereits ein Aquarium mit Filter hast, bei dem die Ansaugschlitze zu groß sind, dann wäre eine Möglichkeit, einen Damenstrumpf oder ähnliches davorzuspannen. Eine gute Begleitmaßnahme wäre, sämtliche gern von den Garnelen frequentierten Plätze wie zB Mooskugeln von einem solchen Filter entfernt zu platzieren.

Ich empfehle generell, das Garnelenbecken auf Gefahren für den insbesondere sehr kleinen Garnelennachwuchs zu überprüfen, wobei der Aquariumfilter sicherlich die größte Gefahr darstellt.

Hier geht's zu den passenden Aquariumfiltern...