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Krankheiten und Probleme

Wenn du mit der Garnelenhaltung etwas mehr vertraut bist, dann kannst du auch besser die gesunden Tierchen von den weniger Gesunden unterscheiden. Beobachte deine Tiere genau, aufgrund ihrer Vitalität kannst du relativ schnell sagen, ob deinen Freunden etwas fehlt. Auch Veränderungen in den Fressgewohnheiten, der Färbung oder der Optik des Panzers lassen schnell Rückschlüsse auf evtl. Krankheiten zu.      

Quarantäne bei neu gekauften Garnelen

Die Frage der Quarantäne deiner neu gekauften Garnelen ist in der Szene oft heiß diskutiert. Die Entscheidung musst du alleine treffen. Nach meiner Erfahrung ist diese Quarantäne nicht unbedingt erforderlich. Ich selbst habe mir noch nie Krankheiten eingeschleppt.

Was ich dir aber allenfalls empfehlen würde ist, das Aquariumwasser, in welchem sich deine neuen Garnelen befinden, nicht einfach mit ins Aquarium zu schütten. Hier besteht dann schon die Gefahr, dass du dir div. andere Unannehmlichkeiten mit ins neue Aquarium eingeschleppst.

Ich denke hier an zB an Blasenschnecken, Wasserlinsen, div. Algen, Planarien usw.

Vorher etwas eigenes Aquariumwasser in ein Gefäß geben, dann die Garnelen einzeln herausfangen und in dieses Gefäß setzen, evtl. nocheinmal mit einem weiteren Gefäß durchführen und die Garnelen erst dann in dein Aquarium setzen.

Garnelen stellen die Vermehrung ein

Die meisten Garnelenarten des spezialisierten Fortpflanzungstypus (Neocaridina) sind recht unkompliziert zu züchten. Dennoch kann es hier zu einer Vermehrungsverknappung bzw. Einstellung kommen. Auch ich habe teilweise damit zu kämpfen.

Mögliche Ursachen sind eventuell:

 

1. Die Eingewöhnungsphase noch nicht abgeschlossen

Garnelen benötigen nach dem Einsetzen ein wenig Zeit um sich an die geänderten Bedingungen zu gewöhnen. Lass ihnen ein wenig Zeit...

2. Wasserwerte passen nicht oder es befinden sich Schadstoffe im Garnelenbecken

Zwerggarnelen sind in Bezug auf die Wasserwerte relativ anspruchslos, sollten bestimmte Wasserwerte aber zu stark abweichen, kann sich dies für die Vermehrung ungünstig auswirken.

3. Die Wassertemperatur ist zu hoch oder zu niedrig. (18 - 26 Grad sind optimal)

 

4. Du hast nur ein Geschlecht im Garnelenbecken

5. Es befinden sich zu viele Garnelen oder andere störenden Mitbewohner im Becken

Wenn es für die Garnelen im Becken zu eng wird, dann wird oftmals nicht mehr fortgepflanzt. Ebenso, wenn andere Beckenbewohner die Garnelen stressen, weil sie diesen zB. nachstellen. (Raubfischchen...)

6. Das Futter ist nicht ausgewogen

Eigentlich brauchst du Garnelen nicht zu füttern, da diese in einem gut eingelaufenen Aquarium genug zum Fressen finden. In Bezug auf die optimale Nährstoffversorgen muss man aber ein wenig zufüttern.

Mehr dazu unter "Garnelenfutter"

7. Die Einrichtung deines Garnelenbeckens ist nicht optimal

Kurz und knapp gesagt, ich habe in meinen Becken Steine (Ziegel), Holz und Pflanzen (Moose) mit genügend Versteckmöglichkeiten (selbstgebastelte Crusta-Röhren aus Siporax)

8. Deine Garnelen haben Krankheiten

9. Du entnimmst der Population zu viele Garnelen (weil du zB zuviele verschenkst)

Warum das so ist, kann ich dir selber nicht sagen, ich konnte das jedenfalls schon feststellen.

10. Baby-Garnelen werden in den Filter eingesaugt.

Verwende Lufthebefilter bzw. Mottenfilter, dann kannst du das von vornherein ausschließen.

Mehr dazu unter "Filter"...

Garnelen sterben - Ursachen und Soforthilfe

Ein Aquarium ist ein sensibles Ökosystem. Auch bei Einhalten aller Pflegerichtlinien eines Aquariums kann es vorkommen, dass Garnelen sterben. Ein gelegentliches, altersbedingtes Sterbe der Garnelen ist natürlich natürlich.

Andernfalls ist schnelles Handeln gefragt. Ich führe hier sofort großzügige Wasserwechsel mit ca. 70-80 Prozent Wassertausch durch.

1. Kupfer im Wasser

Kupfer wirkt auf Garnelen toxisch. Die häufigste Art, wie man Kupfer ins Aquariumwasser bekommt ist einerseits ein Pflanzendünger und anderseits alte Kupferrohre, welche bei jedem Wasserwechsel erneut Kupfer einspülen. Pflanzendünger immer auf Kupferbestandteil überprüfen! Zusätzliche sollte man auch auf einige in der Aquaristik gängige Medikamente achten, die Kupferanteile beinhalten. Mit diesen kann man den Garnelen im Krankheitsfall mehr schaden als helfen und sie im schlimmsten Fall um die Ecke bringen.

2. Nitrit/Nitrat

Den Nitrit/Nitrat- und Ammoniumgehalt überprüfen. Geeignete Messstreifen oder ein Wasseranalyse-Set (Kombi-Set) sind hier notwendig.

Tipp: Nitritpeak beim Einlaufen des Aquariums abwarten. Ich empfehle eine 4-wöchige Einlaufzeit. Nicht übermäßig zufüttern. Wenn das Futter zu lange im Aquarium verbleibt, dann beginnt dieses zu faulen und dieser Umstand wirkt sich oft katastrophal auf die Wasserwerte aus.

3. Bakterielle Infektionen

Bakterielle Infektionen können vorkommen. Bei einer guten Pflege des Aquariums, keiner Überfütterung, regelmäßige Wasserwechsel und sauberes Arbeiten können solche Infektionen meist hintanhalten.

Bakterielle Infektionen sind für den Laien schwer zu erkennen, weshalb ich hier keine Empfehlungen für einen evtl. Medikamenteneinsatz geben möchte.

4. Wurzeln, Steine, Wasserpflanzen

Verschiedene Wurzeln können Stoffe enthalten, welche sich erst im Laufe der Zeit "auswaschen" und so ins Becken gelangen. Diese können schließlich für die Garnelen schädlich sein. Ich lasse Wurzeln einfach weg. 

Wenn du trotzdem Wurzeln einsetzen möchtest, koche diese aus und wässere diese einige Zeit vor dem Einsetzen ins Aquarium.

Auch Steine können Einschlüsse enthalten, oftmals metallischer Natur, welche die Garnelen negativ beeinflussen können.

5. Zu große Unterschiede der Wasserwerte

Wenn du Garnelen kaufst, bekommst du diese natürlich im ursprünglichen Aquariumwasser, an welches diese gewöhnt sind. Unterscheidet sich dieses nun allzu sehr von deinem Aquariumwasser, dann kann dies problematisch werden.

Ich vermische vor dem Einsetzen das ursprüngliche Aquariumwasser langsam mit meinem Eigenen. Dazu gebe ich im Abstand von ca. 30 Minuten immer wieder etwas von meinem Wasser dazu und wiederhole diesen Vorgang ca. 6mal. Erst dann setze ich meine Garnelen in das eigenen Aquarium.

  Saugwurmbefall bei Garnelen vorbeugen und erkennen

Der Saugwurm ist ein Parasit, welcher die Garnele befallen kann. Die befallenen Tiere werden geschwächt und können aufgrund der Belastung auch zugrunde gehen. Der Saugwurm benutze die Garnele als Wirt und legt auf dieser auch seine Eier ab.

Ein Erkennen ist oftmals schwierig. Die Saugwürmer sind als kleine weißliche, längliche Punkte auf bzw. unter den Kiemen oder auf dem "Gesichtsbereich" erkennbar.

Vorbeugung: Wasserpflanzen vor dem Einsetzen gut wässern. Evtl. Quarantäne der Garnelen bevor man diese einsetzt.

Ich selbst habe noch nie Saugwürmer an meinen Garnelen festgestellt. Ein Freund von mir war schon einmal davon betroffen (also seine Garnelen;) und hat diese mit dem Mittel Tremazol von Sera (Wirkstoff: Praziquantel) dauerhaft in die ewigen Jagdgründe befördert. Zur Anwendung bitte die Packungsbeilage durchlesen, da bei diesem Mittel zwei Behandlungen von Nöten sind. Beim ersten Mal werden die Würmer direkt an den Garnelen getötet. Bei der zweiten Behandlung nach einigen Tagen (abhängig von der Wassertemperatur) werden die Würmer getötet, welche in der Zwischenzeit aus den auf den Garnelen abgelegten Wurm-Eiern geschlüpft sind. Diese werden nämlich bei der ersten Behandlung nicht erwischt, weil sie in den Eiern vor dem Wirkstoff geschützt sind.

Ausführlichste Informationen über Krankheiten bekommst du hier:

Crustakrankheiten.de