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Eingewöhnung der Garnelen im Aquarium

Garnelen sind Gewohnheitstiere, jegliche plötzliche Veränderung kann auf die kleinen Tierchen eine teils tragische Auswirkung haben.

Grundsätzlich ist es notwendig, die Garnelen vor dem Einsetzen in ein neues Garnelenaquarium an die neuen Bedingungen langsam zu gewöhnen. Nicht zuletzt, um unnötige Verluste zu vermeiden. 

 

Wenn du dir deine Garnelen nicht übers Internet sondern direkt in einem Aquaristik-Fachgeschäft oder von einem privaten Züchter kaufst, solltest du bei der Auswahl auf aktive Garnelen achten. Das heißt, Garnelen die aktiv durchs Becken schwimmen, futtersuchend über den Boden wandern und nicht träge oder regungslos herumsitzen. Ein gutes Zeichen ist auch, wenn Garnelen eine kräftige Färbung besitzen und beim Fangen durch ruckartige Rückwärtsbewegungen zu entkommen versuchen.

Ob du deine Garnelen vor dem tatsächlichen Einsetzen einige Zeit unter Quarantäne setzt, musst du selbst entscheiden. Wenn die Tiere aus einem gepflegten Fachgeschäft oder von einem guten Züchter sind, dann brauchst du evtl. keine Quarantänemaßnahmen setzen. Die Entscheidung liegt ganz bei dir. Näheres siehe Krankheiten und Probleme

Bei dir zuhause angekommen, sollten deine Garnelen nun langsam an die vorherrschenden Temperaturen angewöhnt werden. Dazu genügt es, die Garnelen einige Zeit in ihrem Behälter (zumeist ein Plastik-Säckchen) in den gleichen Raum zu stellen, in dem das zukünftige Aquarium steht. Eine Kontrolle mittels Thermometer ist anzuraten, wobei 1-2 Grad Unterschied in der Wassertemperatur kein Problem darstellen sollten. Den Beutel mit den Garnelen nicht ins neue Aquarium legen, da hier die Temperaturangleichung zu rasch erfolgen kann.

Um die Neuankömmlinge an die wahrscheinlich veränderten Wasserwerte zu gewöhnen, setzt man diese zunächst mit dem Transportwasser in ein gesondertes Behältnis und gibt ca. alle 30 Minuten ein wenig Wasser aus dem neuen Aquarium in den Behälter mit den Garnelen hinzu. Dies wiederholst du ca. 4-6 mal bis die doppelte Wassermenge als ursprünglich im Behälter ist.

Du kannst diese Wasserwerte-Angleich-Prozedur auch automatisch durchführen, indem du beide (Aquarium und Behälter) mit einem Luftschlauch verbindest und mittels Saugheberprinzip in den Behälter dazu tropfen lässt, wobei die Zufuhr über eine Schlauchklemme gedrosselt wird und du so die richtige Zulaufmenge einstellen kannst.

 

Danach kannst du die Garnelen vorsichtig mit einem Netz herausfangen und in ihre neue Heimat setzen.

Zuvor muss natürlich gewährleistet sein, dass das Wasser im neuen Becken für die Neuankömmlinge passt. Eine ausreichende Einlaufphase (ca. 4 Wochen) ist selbstverständlich. (siehe Nitrifikation unten)

Ich führe immer kurz vor einem Neubesatz einen 50prozentigen Wasserwechsel durch, um die evtl. vorhandene Keimbelastung im Aquarium so gering wie möglich zu halten.

 

Tipp: Die Garnelen zum Umsetzen in das neue Aquarium einzeln mit dem Netz herausfangen und nicht samt dem Wasser ins Aquarium leeren. Sehr unangenehme Dinge könnten hier mitübersiedelt werden. Bei wären es einmal beinahe Planarien gewesen.

Nitrifikation im Aquarium


Im Aquariumwasser sorgen verschiedene Bakterien für eine ausgewogene Wasserzusammensetzung. Diese Bakterien müssen sich aber erst im neu eingelassenen Becken bilden, damit sich die Garnelen beim Einsetzen auch richtig wohl fühlen. Dafür benötigen diese aber etwas Zeit. Zwischen 2 - 4 Wochen sollte vor dem Erstbesatz mit Garnelen abgewartet werden. Ich lasse immer mind. 4 Wochen vergehen.

 

Vorab genannte Bakterien neutralisieren auch bestimmte (Schad)Stoffe bzw. sorgen für eine Umwandlung von verschiedenen Stoffen.

 

Der Vorgang der Nitrifikation:

Bakterien namens Nitrosomonas wandeln Ammonium und Ammoniak zu Nitrit um und Bakterien namens  Nitrobacter dieses dann wiederum zu unbedenklichem Nitrat.

Beide Bakteriengattungen (Nitrosomas und Nitrobacter) benötigen für ihre Arbeit ausreichend Sauerstoff.

Die Nitrobacter arbeiten im  Vergleich zu den Nitrosomonas aber etwas langsamer. Deshalb kann es im Aquarium anfänglich zu einem sogenannten Nitrit-Peak (starker Anstieg von Nitrit) kommen.

Diesen Nitrit-Peak gilt es nun abzuwarten. Nach 2 - besser 4 Wochen sollte dieser passiert sein und es ist für die Garnelen nun nicht mehr gefährlich.

Das am Ende der Nitrifikation entstandene Nitrat wird durch den regelmäßigen Wasserwechsel bzw. durch Pflanzen im Aquarium reduziert. Es wird aber auch durch die im Aquarium befindlichen Bakterien abgebaut.